Das Licht hinter den Wolken

Lied des Zwei-Ringe-Lands

Month: August, 2012

Über, zwischen, hinter, auf

Ereignisreiche Wochen liegen hinter mir. Ich war in Portugal und Malta und habe mich an verschiedenen unwahrscheinlichen Betätigungen am, im und unter Wasser versucht; nun sind es wieder Licht und Wolken, die mich in ihrem Bann halten.

Aufmerksame haben es vielleicht bemerkt: Ich habe den Titel dieses Blogs mal dezent geändert. Das ist noch nicht endgültig … scheint aber momentan sehr wahrscheinlich.

Zwischen den Urlauben war ich in Stuttgart bei Klett-Cotta und habe mich ein letztes Mal mit meinem Lektor besprochen. So was sieht, im ehrwürdigem Ambiente der Hobbitpresse, ungefähr so aus wie auf dem Schnappschuss links. Ich bin vor solchen Treffen immer sehr aufgeregt … und stehe danach meistens völlig neben mir. Alle Sorgen, die ich mir als Autor hauptberuflich nun mal mache, hatten sich danach aber zerstreut: Natürlich lautet die offizielle Sprachregelung vor einem Buch immer “Wir machen zusammen was ganz, ganz Tolles.” Ich habe dieses Gefühl jetzt aber wirklich. Vor drei Tagen haben mich die ersten Coverentwürfe erreicht (die ich leider momentan noch nicht zeigen kann) und gehe gerade selbst auf Wolken.

Drei Wochen harte Arbeit noch, um die letzten Kleinigkeiten zu ändern (an dieser Stelle nochmal tausend Dank an alle Testleser für ihre hilfreichen Anmerkungen), dann gebe ich das Manuskript ab.

Faune Sommerspecial 4

Nun … ich weiß auch nicht, ob dieser Faun einen Beruf hat. Auch hier habe ich es mit Lappen & Co. ein wenig zu gut gemeint, und das mit den Zähnen habe ich schon erwähnt. Aber seine Lebenseinstellung ist nach wie vor nur beispielhaft zu nennen.

“Redest du mit mir? Du laberst mich an …?”

Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Sommer. Nächste Woche geht es weiter mit ernsthaften Dingen!

Faune Sommerspecial 3

Tänzerin. Die Proportionen hauen nicht ganz hin, und die Arme ist insgesamt etwas spitz geraten; aber das Hauptziel war, ein hübsches Mädchen mit kahlem Kopf und Stacheln im Gesicht zu zeichnen, und das hat (zumindest im Vergleich mit ihren Artgenossen) halbwegs funktioniert. Auch weibliche Fealva stelle ich mir heute etwas menschlicher vor (damals hatten Faune auch noch spitze Zähne), aber Janners Jugendschwarm Jasmin könnte durchaus in diese Richtung gehen.

“Sie hieß Jasmin, war eine Angestellte und die erste freie Fealva, die ich kennenlernte. Leider benutzte sie ihre Freiheit vor allem dazu, andere in ihren Bann zu ziehen, und ich bildete da keine Ausnahme. Sie hatte überall diese kleinen Silberkettchen, und Augen wie ein Kätzchen, wenn sie etwas von einem wollte. Sie benutzte ein Parfum, das zu ihrem Namen passte und … ich denke, wir müssen das nicht weiter vertiefen.”

Faune Sommerspecial 2

Söldner. Ein besonders zerzauselter Faun mit ein wenig mehr Muskeln; das Testosteron scheint sogar für Brusthaar und Ziegenbärtchen gereicht zu haben. Heute sehe ich Kahlköpfigkeit bei Fealva wie gesagt eher optional — und die Kämme an Schultern und Brauen sind hier wirklich zuviel des Guten.

Was ich an den Faunen im Zweiringeland sehr schätzte, war, dass sie die vertrocknete Soziologie von Elfen, Zwergen und Orks etwas aufbrachen (Faune sind ein Alptraum für elfische Schöngeister wie für konservative Zwerge. Mit den meisten Orks kommen sie dabei noch ganz gut klar.) Mit den Satyren der Antike teilen sie ihre positive Einstellung zu fleischlichen Freuden und dem Leben allgemein. Das heißt aber nicht, dass sie einfach nur Quatschmacher wären; man wird nicht als Querdenker oder Lebenskünstler geboren. Es gehört auch eine gewisse Weisheit und ein großes Maß an Selbstbeherrschung dazu, das Leben mit den Augen eines Fauns zu sehen. An Bord von DS9 könnte ich mir Quark genauso gut als Faun vorstellen wie General Martok oder Schneider Garak. Frank Zappa wäre sicherlich ein interessanter Faun gewesen. Sean Connery sowieso. Und das waren nur die Männer!