Das Licht hinter den Wolken

Lied des Zwei-Ringe-Lands

Month: February, 2013

Gastgespräch mit KARIN GRAF, Teil 2

Letzte Woche begann hier das Gastgespräch mit meiner Illustratorin Karin Graf. Heute unterhalten wir uns über ihre Plastiken und ihre Arbeit am “Licht hinter den Wolken”.

Oliver: Wie hast Du zeichnen gelernt, oder bist Du Autodidaktin? Ich weiß, dass Du mal beim Theater gearbeitet hast …

Karin: Ich zeichne schon seitdem ich ein kleines Kind war. Vieles habe ich mir selbst beigebracht. Aber es scheint auch ein wenig in unserer Familie zu liegen, da meine Mutter ebenfalls sehr gut zeichnen kann, ohne dass sie es gelernt hat. Mit 15 bin ich dann im Kunstgymnasium in Wettin aufgenommen worden und später, nach meinem Abitur, habe ich eine Ausbildung zur Theaterplastikerin gemacht. Ein paar meiner Sachen kann man auf meiner Facebookseite sehen.

O: Mit was für Materialien und Medien arbeitest Du am liebsten?

K: Zur Zeit hat mich das Cosplay komplett gefangen genommen. Daher modelliere ich wieder sehr viel mit Ton. Später verwende ich Silikon und verschiedenen Epoxidharze, um die Rüstungsteile zu gießen.

Ich habe allerdings auch den Traum, eines Tages mein eigenes Comic zu zeichnen, da sich da mittlerweile so einige Rollenspielstorys angesammelt haben. Bekannte haben mir jedoch gesagt, dass meinen digitalen Zeichnungen etwas fehlt, daher werde ich mich dafür vermutlich an den Lichttisch setzen und Papier und Bleistift verwenden.

O: Sind so — am Lichttisch, mit Papier und Bleistift — auch die Illustrationen für das “Licht hinter den Wolken” entstanden? Ich kannte bei unseren gemeinsamen Projekten ja immer nur die Idee, die am Anfang stand, und dann das fertige Ergebnis … Wenn Du magst, erzähl also mal, wie Du da vorgehst.

K: Zuerst haben wir ja miteinander geredet und Du hast mir Deine Vorstellungen erklärt und die Situationen beschrieben, auf die sich die Bilder beziehen. Dann habe ich im Netz gesucht bzw. mir die Bilder angesehen, die du zur Anregung mitgeschickt hattest. Nachdem ich z.B. viele verschiedene Semaphoren gesehen hatte, konnte ich mir eine Vorstellung machen, was wichtig an so einer Vorrichtung ist. Anschließend habe ich Skizzen gemacht, die ich Dir dann geschickt habe, wenn ich mir sehr unsicher wegen des Entwurfs war. Sobald ich dann hatte, was ich wollte, habe ich es am Lichttisch durchgepaust und ins Reine gezeichnet.

Manche Bilder, bei denen ich überhaupt keine Erfahrung hatte, und mir niemals zugetraut hätte, so etwas aus dem Kopf zu zeichnen, habe ich direkt eins zu eins von einer Vorlage abgezeichnet, ohne vorher eine Skizze zu machen. So habe ich zum Beispiel das Schiff gezeichnet.

O: Zwei der sieben ursprünglichen Illustrationen zum “Licht …” wurden vom Verlag leider abgelehnt — darunter auch besagter Semaphor, der Dir glaube ich fast am meisten Arbeit gemacht hat.

Hast Du unter den verbliebenen Bildern ein Lieblingsbild?

K: Ja, ich mochte den Semaphor sehr. Er hat zwar “Arbeit” gemacht, aber ich finde, dass er am Ende dafür auch sehr gut geworden ist. Schade, dass er nicht genommen wurde. Bei dem Flugapparat bin ich allerdings sehr froh, dass er rausgenommen wurde, denn er scheint mir nicht so wirklich gelungen zu sein … Und unter den verbliebenen Bildern, da gefällt mir das mit den Blumen am besten. Die Ornamente drumherum und die verwelkte Blüte haben es mir angetan.

O: Die Blüten mag ich auch sehr. Besonders, weil es ein ziemlich trauriges Kapitel ist. Ich bin Dir aber für alle Illustrationen sehr dankbar — ich finde, so etwas gehört dazu, gerade bei Fantasyromanen. Vor ein paar Jahrzehnten war das auch noch sehr viel normaler als heute. Gerade die Publikumsverlage tendieren dazu, Bücher immer mehr auf den Text zu reduzieren … und das ist sehr schade eigentlich. Von daher Danke für Deine Bilder, und Danke für das Gespräch!

K: Ich danke Dir!

Mehr von Karins Modellierarbeiten kann man in diesem Facebook-Album sehen.

*
 

Gewinnspiel Woche 8: Der heutige Buchstabe ist der letzte Buchstabe, der noch fehlt. Er ist der zweite Buchstabe des Lösungsworts.

Hier findet ihr ihn: Im Namen des Projekts bzw. der Welt, bei der Karin Graf und ich vor fünf Jahren schon einmal zusammengearbeitet haben. Gesucht ist der einzige Vokal, der im Namen der Welt zweimal vorkommt.

JETZT GILT ES: Ab sofort könnt ihr mir das Lösungswort per Email schicken! Bitte beachtet dazu diese Hinweise. Das Fenster für Einsendungen schließt sich kommenden Montag in den frühen Morgenstunden mit dem nächsten Beitrag, in dem dann auch der Gewinner oder die Gewinnerin bekannt gegeben wird.

Ich freue mich auf eure Mails!

Gastgespräch mit KARIN GRAF, Teil 1

Zum Abschluss meiner Reihe von Gesprächen möchte ich heute Karin Graf vorstellen, die sieben Innenillustrationen für das “Licht …” gezeichnet hat. Das war ein besonderer Wunsch meinerseits — ich hatte mit Karin schon bei “Narnia” zusammengearbeitet, kannte ihren Stil, und bat den Verlag, sie den Roman verschönern zu lassen. Damit war ich in der einmaligen Lage, direkten Einfluss auf die Wahl der Motive und die Gestaltung zu haben.

Karin Graf wurde 1976 in Halle an der Saale geboren. Nach dem Abitur an einer Kunstschule absolvierte sie eine Ausbildung zur Theaterplastikerin und arbeitete eine Zeitlang bei einer Designagentur, ehe sie ein Ägyptologiestudium aufnahm.

Oliver: Hallo Karin, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast. Ich habe Deine Zeichnungen das erste Mal gesehen, als Ulrich Drees und ich gerade am “Narnia”-Rollenspiel arbeiteten und der Verlag auf der Suche nach Illustratoren war. Wenn ich mich recht erinnere, hat ein gemeinsamer Freund dann den Kontakt hergestellt — weißt Du noch, wie das aus Deiner Perspektive war?

Karin: Ja, so ungefähr. Das war Hans-Peter. Wir kennen uns noch von der Schule und vom gemeinsamen Fantasy-Rollenspiel (DSA). Er hat mir erzählt, dass jemand aus dem Creative-Writing-Kurs Illustratoren sucht und mir den Tipp gegeben, mich mal bei dem Verlag zu bewerben. Das habe ich getan. Irgendwie sollte ich dann mal ein, zwei Probezeichnungen anfertigen. Danach war eine Zeit lang Funkstille, bevor man wissen wollte, was ich für eine Bleistiftzeichnung denn so haben möchte. Ich habe vielleicht mit maximal 20 Zeichnungen gerechnet. Aber als es dann hieß, ich darf das ganze Buch illustrieren, wäre ich fast vor Freude durch die Decke gesprungen.

O: Mir gefiel Dein Stil sofort, weil er sehr realistisch, aber vielleicht gerade ein bisschen idealisiert ist — wie man sich als Fantasyfan und Rollenspieler seine Welten und Charaktere eben häufig vorstellt. Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Brendow für Dich gestaltet?

K: Danke! :) Ich habe früher immer Schwierigkeiten mit der Vorstellung gehabt, nach Auftrag zu zeichnen, und hatte mir so etwas sehr trocken vorgestellt, aber die Zusammenarbeit mit den Leuten vom Verlag war sehr locker und angenehm. Das positive Feedback zwischendurch hat mir enorm geholfen am Ball zu bleiben, da es natürlich durch den Zeitdruck sehr stressig war und viel Disziplin gefragt war … Ich möchte dazu auch noch sagen, dass mir die Arbeit mit Dir sehr viel Spaß macht, und ich immer wieder für zukünftige Projekte zusagen würde.

O: Pass auf, worum Du bittest … 😉 Ich als Autor musste mich jedenfalls erst lange in die Romane von C.S. Lewis einarbeiten, bis ich glaubte, ein gutes Gespür für den Flair seiner Welt zu haben — wie war das für Dich?

K: Na ja, Narnia ist nicht unbedingt mein Fandom … Ich hatte die Bücher vorher gar nicht gekannt und den Film nur mit halben Augen gesehen … Ich habe mir dann aber die Hörbücher besorgt und mich, während ich gezeichnet habe, damit berieseln lassen. Das hat mich in die richtige Stimmung versetzt. Außerdem bin ich Rollenspielerin. Daher fällt es mir relativ leicht, mich in Fantasy-Welten hineinzudenken. Auch habe ich einen relativ genauen “Wunschzettel” erhalten, für Szenen, Landschaften und wie bestimmte Figuren auszusehen haben.

O: Ich fand die Bilder absolut umwerfend, und qualitativ besser als sehr vieles, was in großen Rollenspielsystemen gedruckt worden ist. Es ist wirklich schade, dass sie teilweise nur sehr klein reproduziert wurden, und dass das Rollenspiel dann so schnell eingestellt wurde. Ich war zwar auch nie ein Riesenfan — aber ich habe diese Welt während der Arbeit sehr lieb gewonnen. Und ich bin immer noch der Ansicht, dass unser Regelwerk das umfassendste Kompendium zur Welt von C.S. Lewis im deutschsprachigen Raum darstellt.

K: Danke, das tut immer wieder gut zu hören! Ja, so ähnlich ging es mir auch. Man gewinnt Narnia sehr schnell lieb. Und ich durfte ja auch mal bei einem Probespiel dabei sein.

O: Schrecklich viele Probespiele, das kann ich heute ja gestehen, gab es auch nicht …

K: Besonders die Tiercharaktere mochte ich und hatte Freude daran, sie zu zeichnen … Weshalb die Bilder so winzig gedruckt wurden, kann ich ebenfalls nicht verstehen. Aber so besonders schlimm finde ich es nicht. Wenn man Bilder verkleinert, sehen sie nämlich immer feiner bzw. besser aus …

O: Stimmt. Das ist mir bei meinen bescheidenen Illustrationen auch schon oft aufgefallen …

K: Woran genau lag es eigentlich, dass das RPG so schnell eingestellt wurde? Ich habe mal von jemandem gehört, dass es am ungewöhnlichen Format gelegen haben könnte, da die meisten RPG-Bücher in A4 erscheinen. Ich fand es in Grunde sehr praktisch, dass es Romangröße hat. Kurz nachdem es erschien, bin ich auf Grabung in Stillfried gewesen und habe dort einer Freundin bei einem Tagesausflug nach Wien in einem Rollenspielladen das Buch zeigen können. Das hat mich echt stolz gemacht. Es ist wirklich schade, dass man es nun nicht mehr verkauft.

O: Na, man kann es immer noch kaufen, billiger denn je sogar. Die Erstauflage sind wir glaube ich nie los geworden, und es kursieren sicher auch einige Exemplare Second Hand. Vielleicht wird es ja irgendwann mal viel wert …? Dass es an der Größe lag, glaube ich eigentlich nicht. Der normale Buchhandel dürfte bei diesem Buch wichtiger gewesen sein als die wenigen Rollenspiel-Fachgeschäfte, die es noch gibt. Mein Eindruck war ehrlich gesagt, dass das Projekt umgehend starb, sobald die Lektorin, die es betreut hatte, in den Mutterschutz ging. Im nächsten Katalog, den man mir schickte (!), tauchte es nicht mal mehr in der Backlist auf. Meines Erachtens wurde es einfach verschlafen … Es bleibt damit wohl eine schöne Erinnerung und ein Sammlerstück für Fans.

Mehr von Karins Bildern für “Narnia” kann man in ihrem Facebook-Album sehen.

Nächste Woche: Karins Plastiken und ihre Illustrationen für den Roman. Außerdem der letzte Buchstabe des Gewinnspiels!

Newsticker: Die vorab angekündigten Lesungstermine sind im Wesentlichen richtig. Details TBA.

*
 

Gewinnspiel Woche 7: Der heutige Buchstabe ist der fünfte Buchstabe des Lösungsworts.

So findet ihr ihn: Der gesuchte Buchstabe ist der neunte Buchstabe der Convention, auf der ich letztes Jahr Peter S. Beagle traf (nach wie vor gilt: Alle Antworten gibt es hier im Blog. Ihr müsst nichts googeln!)

Großgedrucktes

Klett-Cotta haben wieder Poster des Covers (diesmal von Max Meinzold) drucken lassen und waren so lieb, mir welche zu schicken (zum Größenvergleich: ein “Dummy-Exemplar”, das ich mir aus einem Probedruck des Umschlags und dem “Namen des Windes” gebastelt habe).

Die Chancen stehen gut, dass man in Leipzig solche Poster abstauben kann. Also los …

Was die Lesungstermine betrifft, sieht es aktuell übrigens danach aus, als ob meine erste Ankündigung doch richtig war. Ich warte jetzt mit weiterer Werbung aber lieber noch, bis Donnerstag das offizielle Programm der Messe online geht.

Mittlerweile ist auch die Leseprobe bei book2look einsehbar. Diese umfasst die ersten 36 Seiten und verbindet damit zwei der Auszüge, die ich bereits hier im Blog gepostet habe.

Leseprobe in groß ansehen

Auf der Doppelseite 8 und 9 der Leseprobe sieht man auch das Inahltsverzeichnis und die erste der sieben Innenillustrationen von Karin Graf, die den Kapiteln vorangestellt sind. Von Kapitelüberschriften geht für mich immer eine besondere Magie aus. In jedem meiner Romane waren mir die Überschriften sehr wichtig. Dazu kommen die kleinen, aber kalkulierten “Spoiler” am Beginn jedes Kapitels. Diese sind für mich in gewisser Weise eine Rückkehr zu den grafischen und einstimmenden Vignetten, die den sieben Kapiteln von “Fairwater” vorangestellt waren.

Karin und ihren wunderbaren Zeichnungen widme ich so bald wie möglich noch einen eigenen Beitrag.

*
 

Gewinnspiel Woche 6: Der heutige Buchstabe ist der erste Buchstabe des Lösungsworts.

So findet ihr ihn: Wie immer hier im Blog. Der gesuchte Buchstabe ist der vorletzte Buchstabe des E-Book-Readers, den Simone Dalbert benutzt (gemeint ist die volle Bezeichnung, nicht nur der Hersteller. Von vorne gezählt wäre es der sechste Buchstabe).

Kleingedrucktes

Vom “Licht …” gibt es diese Woche nicht viel Neues — außer, dass ich selbst schrecklich gespannt darauf bin, es in schätzungsweise vier bis fünf Wochen endlich in Händen zu halten. Zum Außenrum aber noch ein paar Kleinigkeiten:

Zum einen sieht es so aus, als hätte es mit meiner Lesung auf der Fantasy-Leseinsel hinter den Kulissen einen Fehler gegeben — momentan habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, wann ich dort dran bin. Daher: Glaubt nichts, was aktuell im Internet steht, wahrscheinlich ist es falsch. Der einzige Termin, der gerade sicher scheint, ist der in der “Ausbildbar” am Samstag in Halle 5 (13 Uhr, Stand C 505) — möglicherweise ist dort sogar mehr Zeit und Ruhe als auf der sehr eng gepackten Leseinsel. Neuigkeiten dazu gibt es, sobald ich sie habe — und “endgültig” ist für mich immer, was ich in meinem Blog unter Termine eintrage.

Das Gewinnspiel, das hier zum neuen Jahr begann, geht derweil in die fünfte Woche, von daher möchte ich noch einmal die Teilnahmeregeln präziseren:

  • Das Lösungswort sendet ihr mir per Email zu (meine Email-Adresse steht auch oben im “About” und auf fast jeder meiner Seiten).
  • Es werden nur Emails mit eindeutigem Inhalt akzeptiert, und nur eine pro Teilnehmer. Jeder Teilnehmer muss sich mir daher durch Realnamen zu erkennen geben, und hat nur einen “Versuch”.
  • Es zählen nur Emails, die NACH Veröffentlichung des Artikels eingesandt werden, der den Hinweis auf den letzten der acht Buchstaben enthält (also dem 25.2.), und VOR dem nächsten Artikel in der Woche darauf (4.3.). Aus den in diesen Zeitraum eingesandten Emails mit richtigem Inhalt wird der Gewinner ausgelost.
  • Wer das Lösungswort hier, auf Facebook oder anderswo postet, wird disqualifiziert.
  • Das Gewinnexemplar (Nummer VIII von X) wird von mir wie alle der ersten zehn Exemplare 1. nummeriert 2. signiert und 3. personalisiert (es ist nicht möglich, auf die Personalisierung zu verzichten). Die ersten zehn Exemplare des Buchs sind damit einmalig und einer ganz bestimmten Person zugeordnet. Sollten in der Zukunft weitere Exemplare des Buchs nummeriert werden, so wird die Zählung kontinuierlich fortgeführt (d.h. es wird nie eine zweite Nummer VIII oder 8 geben, und nie eine tiefere Nummer in Umlauf gebracht werden).
     
  • *
     

    Gewinnspiel Woche 5: Der heutige Buchstabe ist der achte Buchstabe des Lösungsworts.

    So findet ihr ihn: Der gesuchte Buchstabe ist der vorletzte Buchstabe im Titel des E-Books, das Christoph Lode im November herausgebracht hat. Achtung, dieser Titel hat sich seit der ersten Ankündigung hier im Blog noch geändert — gemeint ist der aktuelle Titel! (Vorher wäre es der letzte Buchstabe gewesen.)