Faune Sommerspecial 1

by Oliver Plaschka

Barde. Kein besonders hübscher Faun, aber in seinen Hobbys — die er mit Janner teilt — durchaus exemplarisch. Anscheinend habe ich damals schon eine unbewusste Verbindung zwischen Flöten und Schwertern gezogen …

Faune waren die wohl prominenteste “Eigenkreation” meiner Rollenspielwelt und stellten im Zweiringeland nach den Menschen die größte Bevölkerungsgruppe. Ich wollte ein Volk haben, das den Menschen den Spiegel vorhält (Linkshänder, Schwerenöter, Anarchisten — egal was die Menschen machten, Faune taten es andersrum, und besser).

Faune haben herbstlaubfarbene Haut (also rötlich bis orangerot oder braun mit Stichen ins auberginefarbene) und prominente Kämme an Schultern, Ohren, Brauen und Stirn. Ursprünglich hatte ich sie als von Natur aus kahl definiert. Heute gehe ich davon aus, dass die meisten sich bloß den Schädel rasieren oder eine hohe Stirn haben (in etwa so wie Cardassianer vielleicht). Ihre Namen haben immer eine Bedeutung, und sind meistens der Natur entlehnt: Oleander, Rose, Neuntöter, Silberstein. (Janner heißt Janner, weil er im Jänner geboren ist. Für die Linguisten unter meinen Lesern sei gesagt: Das /æ/ und das als Zischlaut gesprochene <j> sind der Dialekt der Provinzen).