Peinlichkeitscheck

by Oliver Plaschka

Zu den letzten Handgriffen vor Abgabe gehört auch, seine “Fantasynamen” nochmal gegenzugoogeln.

Meine Namensgebung war nie so konsequent durchdacht wie Tolkiens; auch bin ich von Kindheit auf in meinen Fantasiewelten sehr angelsächsisch geprägt gewesen, von daher haben viele meiner Namen einen englischen Klang (“April” und “Janner” sind wohl das beste Beispiel).

Ich habe mich beim “Licht …” aber um eine halbwegs sinnvolle Verteilung bemüht: Die meisten Namen im alten Imperium sind griechisch-römisch und haben sich in den Provinzen Richtung eines moderneren Italienisch bewegt. Die Heimatsprachen der Provinzen changieren dagegen zwischen romanischen, germanischen und keltischen Einflüssen.

Bei so einem “mixed bag” bietet es sich an, kurz vor knapp noch einmal zu schauen, ob nicht einer dieser Namen einen ungewollten Beigeschmack hat; schließlich möchte man nicht, dass der beste Freund des Helden nach einer sexuellen Praktik oder einem Kriegsverbrechen klingt.

Bisher scheine ich Glück zu haben: Viele meiner Ortsnamen existieren als reale Nachnamen; überraschenderweise waren auch zwei Pferdenamen darunter; gelegentlich landet man bei WoW oder Ähnlichem; es hat sich aber bislang nichts Peinliches ergeben. Natürlich ist “Gull” Englisch für Möwe, “Glaive” kommt aus dem Französischen und bezeichnet je nach Sprache verschiedene Klingenwaffen, und “Conpeccio” heißt auf Italienisch offenbar “mit Fichte” — aber damit kann ich leben.

Da Bilder mehr sagen als alle Sprachen dieser Welt, anbei noch ein Stillleben der aktuellen Situation. Die ungespülten Kaffeetassen dürft ihr euch dazudenken:

Nächste Woche zu dieser Zeit habe ich abgegeben.