Kartenzeichnen

by Oliver Plaschka

Einer der großen Vorzüge, die ich beim “Licht …” genoss, war, dass man mich sehr vieles, was mir wichtig war, selbst umsetzen ließ. Dazu gehörte nicht zuletzt die Weltkarte, die jeder ordentliche Fantasyroman braucht. Ich habe hier bereits über das Zweiringeland erzählt, und auch mit Judith Gor von Literatopia habe ich mich vor zwei Wochen darüber unterhalten.

Am Anfang stand bei mir, wie meistens, Papier und Bleistift. Ich habe die Grundform meiner alten Rollenspielwelt variiert und an meine Bedürfnisse angepasst, wobei ich von vornherein auf den Maßstab, Reisewege und den Handlungsverlauf geachtet habe. Der Scan der Skizze sah dann erst mal so aus:

Dann ging es weiter am Computer: Küsten nachfahren, Berge schattieren. Ich wollte relativ schlicht arbeiten und die Karte nicht mit halbgaren Zeichnungen und offensichtlichen Computertexturen überfrachten.

Im nächsten Schritt habe ich dann angefangen, die handlungsrelevanten Ortschaften zu platzieren. Etwa in diesem Stadium habe ich dann auch Rücksprache mit dem Verlag gehalten und erfahren, dass man gerne mit einer höheren DPI-Zahl arbeiten würde … Eine gute Gelegenheit, nochmal von vorne zu beginnen.

In den letzten Arbeitsschritten dann haben sich dann noch eine Menge Neuerungen ergeben. Viele Details gerieten von vornherein besser als bei der alten Version. Ich lieh mir erst ein Grafiktablett von einem Freund, dann kaufte ich mir selbst eins. Und zu guter Letzt half mir Karin Graf, die auch die Illustrationen im Buch gezeichnet hat, noch mit einer Prise Effektmagie … und das ist das Endergebnis: